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Der erste Eindruck auf einer Nachrichtenseite

Der erste Eindruck zählt, sagt man. Und viele Meldungen bei SpOn werden wohl nur auf der Startseite überflogen, denn wenn sie nichts überraschendes enthalten, braucht sie der Durchschnittsleser nicht anzuklicken.
Insofern stellt eine Startseitenmeldung ein eigenes Format dar und sollte auch mal einzeln analysiert werden.

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Eine ganz normale Meldung auf der SpOn-Startseite.
Zerlegen wir sie mal:


Spannungen in Nahost
Den Krieg, den die palästinensischen Antisemiten von der Hamas gegen Israel führen, schreibt man K-R-I-E-G.

Israel droht Hamas mit Krieg.
Da haben wir es mal wieder Israel droht mit Krieg. Das implementiert ja, dass dort noch kein Krieg herrschen würde. Ach so, stimmt ja: Spannungen.

Sechs Monate hielt der Waffenstillstand...
Kommt ja immer auf die Definition eines Waffenstillstands an: Wenn man den kontinuierlichen Raketenbeschuss gegen Israel beiseitelässt, dann stimmt das.

...jetzt stehen sich Israel und die radikal-islamistische Hamas wieder unversöhnlich gegenüber.
Weil die radikal-islamistische Hamas dem Staat Israel und seinen Bewohnern Israel ja jemals versöhnlich gegenüber stand. Klar.

Nach einem Gewaltausbruch am Wochenende...
Hört sich nach 1. Mai an, vielleicht nach Athen. Raketen? Nööö.

...spielt die israelische Regierung mit den Muskeln.
Hach, die Israelis wieder. Protzen mit Ihrer Schlagkraft rum. Das macht den Spiegel-Schreiberling ganz unglücklich, denn eine schöne Militärinvasion "gegen Zivilisten" hätte er viel lieber als Subjekt seines Artikels gehabt. Stattdessen warnen die Israelis die Hamas mit gezielten Einzeloperationen, da muss man eben irgendwas primitiv-machoartiges wie "Muskelspiele" daraus formulieren.

Einem Krieg werde man nicht ausweichen.
Diese kriegslüsternen Israelis! Dabei wäre die Sache doch so einfach: Einfach den Kriegen ausweichen, Konflikte vermeiden heisst das Zauberwort. Die Polizei Berlin rät, Gewaltäter zu überraschen: "Täuschen Sie z.B. Telefonate mit dem Handy vor. Simulieren Sie Krankheiten, Übelkeit oder fangen Sie laut an zu singen, um dadurch die Täter aus dem Konzept zu bringen."

Palästinenser stirbt bei Luftangriff Israels
Ein ganzer Toter bei einem Luftangriff? Da muss es sich schon um ein Kind oder einen anderen unschuldigen Pazifisten gehandelt haben, dass er eine Meldung wert ist. Wer aber auf die Meldung klickt, der erfährt, dass es sich um einen "Kämpfer" handelt und dass zuvor Raketen nach Israel abgefeuert wurden.


Wir fassen die SPIEGEL-Sicht der Dinge mal zusammen: Sechs Monate lang herrschte im Nahen Osten ein ungetrübter Waffenstillstand zwischen Israel und der versöhnlichen Hamas. Nun gab es einen nicht näher zuzuordnenden Gewaltausbruch und prompt drohen die muskelprotzenden Israelis damit, sich zu weigern, dem Krieg ganz einfach auszuweichen.
21.12.08 18:15
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gudrun Eussner / Website (23.12.08 00:55)
"Nach einem Gewaltausbruch am Wochenende..."

Das ist doch wenigstens etwas! In meiner Regionalzeitung Indépendant, kann auch sein, im Midi Libre, stand es vor einigen Tagen etwa so: Der Waffenstillstand wurde von der Hamas aufgekündigt, und da haben israelische Soldaten einen Palästinenser erschossen - also gewissermaßen zur Strafe für die Beendigung des Waffenstillstands.


Roland (23.12.08 12:14)
Schöne Analyse, schöner Blog!
Ich schau jetzt öfters mal rein!


Hundeblick (27.12.08 13:52)
Die Mopo meldet "Blutbad im Gazastreifen"

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