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Manifest

In dem Blog Lizas Welt wurde die Übersetzung eines Textes veröffentlicht, der gestern in der Jyllands Posten erschienen ist. Die Unterzeichner sind zwölf europäische Autoren, Journalisten und Intellektuelle, darunter Ayaan Hirsi Ali, Salman Rushdie und Ibn Warraq.


Manifest: Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus

Nachdem sie den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus überwunden hat, sieht sich die Welt nun einer neuen totalitären, globalen Bedrohung gegenüber: dem Islamismus.

Wir – Autoren, Journalisten, Intellektuelle – rufen zum Widerstand gegen religiösen Totalitarismus und zur Unterstützung von Freiheit, Chancengleichheit und säkularen Werten für alle auf.

Die jüngsten Geschehnisse, die sich nach der Veröffentlichung von Zeichnungen von Mohammed in europäischen Zeitungen zutrugen, haben die Notwendigkeit des Kampfes für diese universellen Werte deutlich gemacht. Dieser Kampf wird nicht durch Waffen gewonnen werden, sondern auf dem Gebiet der Weltanschauung. Wir sind weder Zeugen eines Clash of Civilizations noch eines Gegensatzes zwischen Ost und West, sondern eines globalen Kampfes, der Demokraten und Theokraten miteinander konfrontiert.

Wie alle Totalitarismen, wird auch der Islamismus von Ängsten und Frustrationen genährt. Die Hassprediger setzen auf diese Gefühle, um ihre Bataillone zu formieren, die dazu bestimmt sind, eine freiheitsvernichtende und auf Ungleichheit bedachte Welt zu erzwingen. Aber wir sagen es klar und deutlich: Nichts, nicht einmal Verzweiflung, rechtfertigt die Wahl von Obskurantismus, Totalitarismus und Hass. Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie, die Gleichheit, Freiheit und Säkularität tötet, wo immer sie präsent ist. Ihr Erfolg kann nur zu einer Welt von Beherrschung führen: der Beherrschung von Frauen durch Männer, der Herrschaft von Islamisten über alle anderen. Um dem entgegenzutreten, müssen wir unterdrückten oder diskriminierten Menschen universelle Rechte gewährleisten.

Wir weisen einen Kulturrelativismus zurück, der darin besteht, es hinzunehmen, dass Männern und Frauen aus der muslimischen Kultur im Namen einer Rücksichtnahme auf Kulturen und Traditionen ihr Recht auf Gleichheit, Freiheit und säkulare Werte vorenthalten wird. Wir weigern uns, unseren kritischen Geist aus Furcht zu verleugnen, der Islamophobie angeklagt zu werden – ein unglücklicher Begriff, der die Kritik des Islam als Religion mit der Stigmatisierung seiner Gläubigen verwechselt.

Wir setzen uns für die Universalität der freien Meinungsäußerung ein, damit ein kritischer Geist auf allen Kontinenten walten kann, gegen jeden Missbrauch und alle Dogmen.

Wir appellieren an Demokraten und Freigeister aller Länder: Unser Jahrhundert sollte eines der Aufklärung sein, nicht des Obskurantismus.

Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner:

Ayaan Hirsi Ali
Chahla Chafiq
Caroline Fourest
Bernard-Henri Lévy
Irshad Manji
Mehdi Mozaffari
Maryam Namazie
Taslima Nasreen
Salman Rushdie
Antoine Sfeir
Philippe Val
Ibn Warraq



Übersetzung: Liza


Dieser wichtige Appell sollte überall gehört werden, daher schliesse ich mich diesem Manifest an. Weiterverbreitung mit Quellenangabe (Lizas Welt & Jyllands Posten) ist erwünscht.
1.3.06 17:33


Nordische Kombination

Im Blog Spoootnik sind ein paar interessante Videos von Memri TV verlinkt. Am besten finde ich den Typen, der den Dänen u.a. Vulkane als Strafe für die Karikaturen wünscht.
Finde ich gut. Wenn die abgekühlt sind, kann man den dortigen Saunaurlaub endlich mit Skifahren verbinden.

Video #1049 bei Memri TV ist übrigens das legendäre "Filmseminar" im iranischen Fernsehen über Tom & Jerry. Der Dozent nennt als Urheber Walt Disney (falsch), macht diesen zum Juden (falsch) und behauptet, Hitler hätte den Antisemitismus erfunden (natürlich auch falsch).

Eigentlich könnte man über so viel Blödheit und derart schlechte Recherche lachen, aber angesichts der Tatsache dass dort Studenten beigebracht wird wirklich ALLES westliche zu hassen, bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Die Mär von den ungebildeten Bauern, die nur mangels Bildung zum Radikalismus verführt werden, ist somit ebenso unsinnig wie z.B. die beliebte Darstellung, Rassismus in Deutschland beschränke sich nur auf "perspektivlose Jugendliche".

Aber ich will hier nicht nur meckern: Der Dozent gibt doch tatsächlich zu, "einiges" des Holocausts sei "wirklich passiert".

Wow, für so viel Einsicht hat er den Friedensnobelpreis verdient.
3.3.06 09:58


Wie man Wahlen haushoch gewinnt

Wer schon darüber staunte, dass sich Schröder nach der letzten Wahl zum Sieger erklärte und dabei die Stimmenmehrheit von CDU/CSU als "formale Gründe" abtat, aus denen man nicht "irgendwelche Machtansprüche" ableiten könne, der bekommt nun eine neue Lektion in Sachen Demokratie:

Einen fantastischen Erfolg kann die IG Metall vermelden. Bei der Abstimmung von über 5000 Mitarbeitern der SAP stimmten immerhin fast 10% für die Gründung eines Betriebrates bei der nordbadischen Softwarefirma.
Die IG Metall freut sich ungeachtet der Tatsache, dass über 90% einen Betriebsrat ablehnen, und meint:
"Fast jeder 10. der anwesenden SAP-Beschäftigten hat sich in einer geheimen Abstimmung dafür ausgesprochen, dass es bei der SAP AG zur Wahl eines Betriebsrats kommen soll. Wir halten das für eine respektable Minderheit."

Folgte man dieser Logik, wäre Westerwelle jetzt Bundeskanzler.
3.3.06 13:27


Kongo

Seit 1999 gibt es den UN-Friedenssicherungseinsatz "Monuc" im Kongo, mit 18.600 UN-Blauhelmsoldaten und Zivilbediensteten der größte weltweit. Der Erfolg dieser Mission muss sich wohl an den vier Millionen Toten messen, die der Bürgerkrieg in diesem Land seit 1998 forderte.
Nun denkt die EU über einen Militäreinsatz nach, natürlich zeitlich auf vier Monate und örtlich auf die Hauptstadt beschränkt. Warum der mehr bewirken soll als die gescheiterte UN-Mission, das steht in den Sternen.
7.3.06 14:45





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